Sport in der Krebsnachsorge

2007 wurde die Gruppe „Sport und Bewegung in der Krebsnachsorge" gegründet. Wir helfen den Gleichbetroffenen durch regelmäßige Übungsstunden, dem gemeinsamen Üben in der Gruppe unter der Anleitung unserer speziell ausgebildeten Übungsleiterin Sibylle Laubscher wieder Vertrauen in den Körper zu gewinnen, die eigene Leistungsfähigkeit kennen und einschätzen zu lernen. Betroffene, die oft kaum Sport getrieben haben, erfahren die Hilfe durch die Gruppe in Spaß und Geselligkeit.

Warum gibt es dieses Angebot?

Krebs kann alle drei Lebensbereiche, welche die Lebensqualität des Menschen ausmachen, den physischen, psychischen und sozialen Lebensbereich, beeinträchtigen. Das Bewegungsangebot nimmt auf alle drei Lebensbereiche positiven Einfluss, erhält und erweitert die bisher erzielten Behandlungserfolge am Wohnort.
Bewegung und Sport im weitesten Sinne kann zu allen drei Elementen einen positiven Beitrag leisten. Der Rehabilitationssport führt die Patientinnen, die noch gar keine Bewegungsangebote erhalten haben behutsam an die Bewegung heran.

Folgende Zielvorstellungen lassen sich für den - auch von den Kostenträgern unterstützten - Rehabilitationssport formulieren:

1. Psychosoziale Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung
2. Spaß an der Bewegung
3. Verbesserung noch vorhandener Funktionseinschränkungen
4. Verbesserung der allgemeinen Fitness
5. Hinführung zu Freizeitaktivitäten

Unsere Gruppe setzt sich aus Frauen mit verschiedenen Erfahrungen und anderen Vorstellungen zusammen. Die Gruppe bestimmt nach Möglichkeit selbst mit, was sie gerade bevorzugt. Insgesamt stellen unsere Ziele eine gute Orientierungshilfe dar.
Unsere Krebsnachsorge-Sportgruppe wird von einer Ärztin betreut. Der Turnverein Unterboihingen als Träger stellt seine Sportstätte zur Verfügung. Das Bewegungsprogramm wird durch zusätzliche begleitende Maßnahmen ergänzt.

Der Weg in die Krebsnachsorge-Sportgruppe

 

Nach der krankengymnastischen Behandlung in der Akutklinik und den bewegungstherapeutischen Maßnahmen in einer stationären Anschlussheilbehandlung dient die Krebsnachsorge-Sportgruppe der Festigung oder gar Verbesserung der bisherigen Rehabilitationserfolge. Der Rehabilitationssport wird ärztlich verordnet und zwar auf dem Antragsformular „Kostenübernahme für Förderung von Rehabilitationssport/ Funktionstraining“ (Muster 56). Die ärztliche Verordnung enthält Angaben zu Diagnose und Funktionseinschränkung sowie zu Anzahl und Dauer der Übungseinheiten.

Unser Wunsch ist es, dass möglichst viele krebsbetroffene Frauen angeregt werden, an dieser speziellen Gruppe teilzunehmen.

Unsere Sport nach Krebs-Gruppe ist anerkannt und zertifiziert. Zertifikat

Rehabilitationssport und Funktionstraining Januar 2011 Rahmenvereinbarung

Antragsformular „Kostenübernahme Rehabilitationssport“ (Muster 56)

Lesen Sie auch den Artikel der Wendlinger Zeitung.

Video Brustkrebs und Sport


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